Pro Iure e.V. - Gesellschaft zur Förderung des Rechts
Im Jahre 1996 fanden sich
Studenten, Referendare sowie Mitarbeiter der hiesigen Universität zusammen und
planten die Gründung eines neuen Vereins, die im November vollzogen wurde; der
Verein trägt den Namen: pro iure e.V. – Gesellschaft zur Förderung des
Rechts.
Unser Verein versteht sich als weltoffen und politisch neutral. Wenn
sich auch in erster Linie Juristen von unseren Zielen und Vorstellungen
angesprochen mögen fühlen, so muss auf der andere Seite betont werden, dass wir
selbstverständlich auch Nichtjuristen ein Podium bieten möchten und der Verein
aus diesem Grunde allen offen steht.
Wir möchten zunächst ausländische
Studenten bei ihrem Aufenthalt in Halle unterstützen und Studenten unserer Stadt
bei der Vorbereitung von Auslandsaufenthalten behilflich sein. In diesem
Zusammenhang ist eine Intensivierung der Kontakte zu ausländischen juristischen
Fakultäten sowie Juristen anderer Länder angedacht. Hierbei ist es uns bereits
gelungen, zu einen in Kaliningrad ansässigen Verein enge Kontakte zu
knüpfen.
Dies ist der Grund, warum wir ganz besonders Studenten für
unsere Ziele interessieren könnten, da wir nur durch aktive Mitstreiter in der
Lage sind, unser Anliegen in das Ausland zu tragen und den dortigen
Jurastudenten unsere Unterstützung anzubieten.
Neben dieser vordringlichen
Aufgabe hat sich der Verein in seiner Satzung noch weitere Ziele gesetzt.
So
sollen u.a. historische Ereignisse, die sich in der Region Halle abgespielt
haben und einen juristischen Bezug aufweisen, ausgeforscht und dann in das
Bewusstsein der – auch „nichtjuristischen“ – Bevölkerung gebracht werden. So
wurde beispielsweise die Restauration des sog. „Mördersteins“ bei Lieskau
durchgeführt der an das Opfer von Rose und Rosahl erinnert. Der Strafrechtsfall
aus der Mitte des letzten Jahrhunderts (1858) wurde in letzter Instanz vom
Preußischen Obertribunal in Berlin entschieden und ist noch heute einer der
bekanntesten Präzedenzfälle im Strafrecht, an dem jeder Jurastudent einen Teil
seines Wissens beigebracht bekommt. Ferner ist die Aufarbeitung rechtlich
interessanter Stätten vorgesehen. Der Kontakt zur erwähnten „nichtjuristischen
Bevölkerung“ ist uns wichtig. Wir wollen in diesem Zusammenhang versuchen, ein
Verständnis für zum Teil Unverständliches zu wecken und letztlich das Ansehen
der Juristen verbessern.
Weiter sollen Publikationen – vorrangig –
hallescher Juristen ermöglicht und unterstützt werden. So ist eine juristische
Schriftenreihe geplant, in der aktuelle oder aus anderen Grunde interessante
Beiträge veröffentlicht werden. Hierfür sind uns stets Beiträge nicht nur von
Juristen willkommen.
Die
Aufsätze sollten zumindest einen juristischen Bezug haben, der aber nicht zu eng
gestaltet sein muss; folglich können es auch Beiträge mit volkswirtschaftlichen,
geschichtlichen, gesellschaftskritischen Inhalten sein, die in der
Schriftenreihe ihre Aufnahme finden könnten.
Interessenten können sich
gerne telephonisch, per Fax oder auf dem Postwege mit uns in Verbindung
setzten.
Matthias J. Maurer
-Vorstandsvorsitzender-
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